Quellen für die Biografien von Bergleuten

Mit einigen auch für die allgemeine Bergbaugeschichte interessante Quellen
Auf dieser Seite sind verschiedene Quellen aufgeführt, die bei der Forschung zu Biografien von Bergleuten und teilweise für die allgemeine Bergbaugeschichte nützlich sein können. Diese Quellen habe ich bei meiner Forschung selbst benutzt bzw. bin bei meiner Forschung darauf gestoßen. Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch Vollständigkeit.

Inhalt

Protokollbuch für Polizei- und Gerichtssachen 1724-1817 des Bergamts Alpirsbach
Bergrechnungen
Übersicht über die Bergleute in der fürstenbergischen Herrschaft Kinzigtal 1777
Einzelfunde namentlich genannter Bergleute
Eheregister von St. Georgen: Eheschließungen von evangelischen Arbeitern in Hammereisenbach

Protokollbuch für Polizei- und Gerichtssachen 1724-1817 des Bergamts Alpirsbach

Siehe Extraseite zum Protokollbuch.

Bergrechnungen

Für Biografien, aber auch für die allgemeine Bergbaugeschichte wertvolle Quellen sind die quartalsweise erstellten Bergrechnungen der einzelnen Gruben und Werke, die teilweise durchgängig über einen längeren Zeitraum, teilweise aber auch nur lückenhaft überliefert sind. Ihnen können u.a. folgende Angaben entnommen werden: Kuxeninhaber (Anteilsinhaber) am und Ein- und Ausgaben des Bergwerks sowie Angaben zur Tätigkeit, Umfang der Schichten, Löhne und damit zum Arbeitsplatz einzelner Bergleute. Je nach Umfang der Überlieferung und Häufigkeit der Nennung bestimmter Bergleute können mehr oder weniger umfangreiche Erwerbsbiografien zusammengestellt werden, wie z.B. von Augustin Schlegel, der von 1726 bis 1765 in Reinerzau als Steigers tätig war.
Auch in den Knappschafts-Büchsengeldrechnungen und den Abrechnungen über Büchsengeld, Krankenschichten und Krankenunterstützungen sind Bergleute namentlich bzw. ihre Witwen (z.B. in der Form "Steiger Schlegels Wittib") erwähnt. Somit können auch diese Unterlagen genealogisch interessante Informationen.
In den Rechnungen der Bergmeister sind vereinzelt Strafen für Bergleute oder Bezahlung für Bergboten aufgeführt, grundsätzlich aber wenige namentlich genannte Personen.
Ein umfangreicher Bestand an Bergrechnungen der Bergwerke in der fürstenbergischen Herrschaft Kinzigtal sind im Fürstlich Fürstenbergischen Archiv Donaueschingen unter der Signatur Ta 21, Vol. VII überliefert.
Von den Bergwerken im württembergischen Schwarzwald sind im Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Bestand A 302 unten aufgeführte Bergrechnungen überliefert. Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich in den unten aufgeführten Rechnungen um Quartalsrechnungen. nach oben

Übersicht über die Bergleute in der fürstenbergischen Herrschaft Kinzigtal 1777

Im Fürstenbergischen Archiv Donaueschingen ist unter der Signatur Ta 6, Vol. I, Fasz. 5 eine Consignation über die auf den edlen Bergwerken im Kinzigthal arbeitenden Bergleute vom 31. Mai 1777 überliefert. Darin sind für jedes Bergwerk die dort arbeitenden Bergleute mit Angabe ihrer Herkunft aufgeführt. Diese Auflistung kann nicht nur hinsichtlich der Berufsbiografie einzelner Bergleute nützlich, sondern evtl. auch bei der Suche nach dem Hochzeitort oder dem Geburtsort der Kinder hilfreich sein. nach oben

Einzelfunde namentlich genannter Bergleute

Die Einzelfunde wurden in folgenden Faszikeln wurden gemacht: Die folgende Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

BergmannBauer, N.N.
Einzelfundo.D. (18. Jh.): Instructionen vor den Farbmeister Bauer in Wittichen
QuelleStAC, Karton 350, Instructionen vor den Farbmeister Bauer o.D.
BergmannBeßler, Hans Jerg
EinzelfundActum Farbmühl Alpirsbach 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 69, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beim Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannDegeler, Georg David
EinzelfundFreudenstadt 10.03.1740: Georg David Degeler, Schicht-Meister zu St. Georg und Joh. Fried. Fund-Gruben, bittet unterthänigst ihme die Personal-Freyheit ex rationibus insertis gnädigst angedeyen zu laßen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 69, Schreiben von Georg David Degeler an den Herzog vom 10.03.1740.
EinzelfundSchreiben btr. durch Georg David Degeler, Schichtmeister in Freudenstadt, begangenen verbalen Beleidigungen 1741
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben btr. durch Georg David Degeler, Schichtmeister in Freudenstadt, begangenen verbalen Beleidigungen 1741.
EinzelfundVon Georgii 1740/41: Strafe von 3 Gulden 15 Kreuzer (kleine Frevel) für Georg David Degeler, Schichtmeister in Freudenstadt, wegen verbalen Beleidigungen (ob iniurias verbales) gegen Johannes Armbrusters, Traubenwirt, Ehefrau in Alpirsbach
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 1.
BergmannErhard, N.N.
Einzelfund1756: Der Untersteiger Erhard in Bulach bittet um eine Zulage. Bißhero hatte derselbe wochentlich 2 Gulden.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, Beilage "Anfrags Puncten", S. 1.
Einzelfund11.03.1756: Da dieser Erhard ein guter Zimerarbeiter und sonst keiner nicht vorhanden, welcher dieser Arbeit verstehe, gleichwohl aber auch beständig solche Arbeit im Zimmerwerk vorhanden, mithin einige Vermehrung wohl verdiente, so wären ihme wochentlich 15 Kreuer zuzulegen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 1.
BergmannFilder, Johann Christian
Einzelfund11.03.1756, Neubulach (?): Johann Christian Fidler, Grubenstaiger, [bittet] um Nachlaß der ihme wegen doppelten Eheverspruch andictirten 15 Gulden Strafen. [Beschluss:] Zu fürstlichem Regierungsrath alß dahin gehörig zugeben.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 5.
BergmannGeorgii, Michel
EinzelfundVon Georgii 1756/57: Strafe von 3 Gulden 15 Kreuzer (1 kleine Frevel) wegen einer Schlägerei mit David Rahm in des Rebstockwirts Haus in Freudenstadt
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 1.
BergmannHetzel, Christian
EinzelfundActum Farbmühl 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beim Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannHutschenreutter, N.N.
Einzelfund11.03.1756: Bergmeister berichtet die zwischen dem Bergmann Hutschenreutter und Maria Dorothe Dengerin zu Buhlach [Neubulach] vorgegangene Scortation und bittet um Resolute sowohl wegen deren Verehelichung alß Verrechnung der angesezten Straf. [Beschluss:] Da man sich erinnere, verwichenes Späthjahr alschon einen gleichen Bericht diß Orths erhalten und solchen fürstlichen Regierungsrath zur Decision übergeben zu haben. Alß wäre auch dieser dahin zugeben, mit dem freundschafflichen Ersuchen, die Resolution hierauf bäldigst zu ertheilen, damit der Bergmeister besonders wegen der Strafe sich darnach richten könne.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 5.
BergmannHutschenreutter, Georg
EinzelfundNeubulach, 18.04.1759: Georg Hutschenreutter, Bergmann alda, bittet unterthängist, ihme den wegen ertheilter Dispensation sich in minorennitate [= Jugend] verheurathen zu dörfen, angesezten Tax gnädigst nachzulaßen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben von Georg Hutschenreutter an den Herzog vom 18.04.1759, S. 1; auch HStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Geheimen Rates an den Herzog vom 10.05.1759 btr. dieser Angelegenheit.
BergmannKapf, N.N.
Einzelfund1756: Der Schichtmeister Kapf hat bißhero von der Schurff-Arbeit zu Wittendorf wochentlich 15 Kreuzer gezogen, bittet um Zulage, weil er die Materialien zu deme Werck zu besorgen habe.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, Beilage "Anfrags Puncten", S. 1.
Einzelfund11.03.1756: abzuweißen
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 2.
BergmannKöbele, Gabriel
EinzelfundActum Farbmühl 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beim Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannKopp, Jakob
EinzelfundVon Georgii 1772/73: Jakob Kopp, Bergmann in Freudenstadt, und dessen Ehefrau Margretha, wegen ante Copulationem miteinander begangner Scortation [= vor der Hochzeit begangenen Geschlechtsverkehr], jedem die ordinari Scortations-Strafe von 20 Gulden
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 2.
BergmannKreyher, N.N.
Einzelfund1756: Der Geschworne Kreyher glaubt, daß er mit wochentlichen 4 Gulden nicht bestehen könnte, fragt dahero unterthänigst an:
a) Ob er Hoffnung habe sein Brod in Württemberg beständig zu finden?
b) Oder ob er sich weiter in der Welt umsehen solle?
c) Ob ihme nicht ein Privilegium gnädigst erthailet werden möchte, daß er in Probieren und Marckscheiden junge Leuthe unterrichten und mit ordentlichen Lehrbriefen in Zukunfft versprechen könnte?
d) Verlangt wegen seiner mancherley Berg Geschäfften einen ausführlichen Staat.
e) Suchet seine Wohnung in Freüdenstätt, weil er durch Heyrathen seine oeconomische Umstände zu verbessern glaubt.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, Beilage "Anfrags Puncten", S. 1f.
Einzelfund11.03.1756, Antwort: a) So lange alß er sich wohlverhalte und man seiner Dienste nöthig haben werde, auch die Bergwercke giengen, gedenke man, ohm Brod zu geben.
b) würde allezeit auf seinen eigenen Willen ankommen, ob er sein Brod anderwerts besßer finden könne.
c) Brauche hierzu kein besonder Privilegium indeme es zu seiner Willkühr stünde, Lehrjungen im Marckscheiden und Probiren anzunemmen, soviel er wolte.
d) Soll ihme ein Stath vom Bergrath verferttiget und solcher ad approbaridum eingeschickt werden.
e) Ihme zu überlasßen, daß er dahin ziehe, indeme er zu Freüdenstatt eben sowohl seine [!] Dienst versehen könnte, und seye man ihme nicht entgegen, wann er sich verheyrathen wolle.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 2f.
BergmannLeibiger, Conrad
Einzelfund12.05.1728: Conrad Leibiger, Steiger auf der Güte Gottes hat schon zu unterschiedlichen Mahlen Schlag und Rauffhandel verübet und seine Untergebene, auch andre Pursch mit Schlägen tractiret, als ist ihme per Decretum zu bedeuten, wofern er Steiger sich noch einmahl unterstehen sollte, die Pursch zu schlagen, so solle Herr Bergmeister und Bergscheiber ihne nicht mehr anfahren lassen, sondern ein solches ahn das hochfürstliche Oberbergamt gnädigst berichten, worauf der Abschied ohnfehlbar erfolgen und er aus dem Landt geschaffet werden solle, wann aber ein Pursch ihme die gebührende Folge nicht leistet oder sonsten seine Arbeit verabsaumet oder nicht recht verrichtet, so solle er dises dem Herrn Bergmeister Tobel und Beschreiber Neffen gebührend ahnzeigen und von diesen die remedur [= Abhilfe] und Verbeschaidung zugewarthen haben.
QuelleFFAD, Ta 9, Vol. I, Fasz. 8, Gewerkentags-Protocolle 1728, Actum 12.05.1728, Bl. 15v und 16r (Abschrift in: FFAD, Ta 9, Vol. I, Fasz. 8, Div. VII, Cist A, Lad. 3, Fasc 6, Beil. 8, S. 18f).
BergmannLeibicher, Alexander
EinzelfundActum 11.11.1715: Alexander Leibicher, Bergsteiger aus der Bergstadt Schneeberg [Sachsen], um gnädigster Permission das Silber- und Kupferbergwerk in Bulach [Neubulach] auf ihn ohnkosten angreiffen zu dörffen. Der restliche Teil des Dokuments ist schwer zu lesen, die Diskussion der drei verantwortlichen Beamten Abel, Keisel und Diez berücksichtigt auch eine mögliche Gefährdung des Sauerbrunnens in Neubulach.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 33, Actum 11.11.1715, S. 1f, Zitat S. 1.
BergmannLeichsenring, Christian
EinzelfundVon Georgii 1741/42: Christian Leichsenring, Steiger bei der Dorothea Grube in Christophstal in Freudenstadt, aus Sachsen gebürtig, beging mit Agnes Barbara Wolf von Alpirsbach Scortation (außerehelichen Geschlechtsverkehr), deshalb mussten beide jeweils die ordinari Scortations Straf von 20 Gulden bezahlen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 1.
BergmannMaser, Jakob
EinzelfundActum Farbmühl 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beym Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannMäusel (Meußel), Ehren Friedrich
Einzelfund26.05.1756: Instructionen von Ehrenfried Maußel auf seine Reyße nach Saltzburg, unterzeichnet durch Zahn und Doertenbach
QuelleStAC, Karton 348, Instructionen von Ehrenfried Maußel vom 26.05.1756.
EinzelfundVon Georgii 1765/66: Ehren Friedrich Mäusel, Steiger auf dem Bergwerk zu St. Christophstal, weilen er mit gestärkter Hand dem Glaser Gesellen Meßer von Neustadt blutig geschlagen, 1 Blut Frevel = 14 Gulden.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 2.
Einzelfund03.05.1765: Schlaghändel durch Ehren Friedrich Meußel, Steiger in St. Christophstal
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Farbmühl Alpirsbach: Extractus daßiger Bergamts Rechnung von Luciae 1766/67 fol. 10b vom 07.11.1776 [Datum des Extracts].
BergmannPeter, Jakob
EinzelfundVon Georgii 1770/71: Jakob Peter, Bergmann (ohne Ortsangabe), weilen er wider das Oberamtliche Verbott über die gesezte Zeit bey einer Hochzeit aufgespielt, 1 Groß Unrecht = 1 Gulden 30 Kreuzer.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 2.
BergmannRahm, David
EinzelfundVon Georgii 1756/57: Strafe von 3 Gulden 15 Kreuzer (1 kleine Frevel) wegen einer Schlägerei mit Michel Georgii in des Rebstockwirts Haus in Freudenstadt.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 1.
BergmannRueff, Georg David
EinzelfundBestallung des Berg- und Hüttenschreibers zu Alpirsbach Georg David Rueff zum Bergmeister vom 02.04.1751.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Nr. 6.
BergmannSchöllhaaß, Emrich
EinzelfundMehre Schreiben von 1776 zu Emrich Schöllhaaß, Bergmann in Alpirsbach, wegen ihm zu Last gelegten Vergehen (Scortation, Verletzung zweiter Bürgersöhne in Freudenstadt).
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, diverse Schreiben zu Emrich Schöllhaaß 1776.
BergmannSchray, Jakob
EinzelfundActum Farbmühl 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beim Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannSchray, Simon
EinzelfundActum Farbmühl 26.02.1729: Dato erscheinen allhiesig verbürgerte Bergleuthe, benantlich Hans Jerg Beßler, Christian Hetzel, Jacob und Simon Schray, Jacob Maser und Gabriel Köbele, und bringen klagend vor, wie daß ihnen gestrigen Tages durch den Dorfbittel vor Amt gebotten und auf ihr gehorsames und williges Erscheinen auferleget worden seye, bey Vermeidung scharfer Execution wegen haltender Bürger Schießen den sogenanten Doppel oder Leggelt ohnwaigerlich zubezalen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters Johann Heinrich Moyses von Kyrberg an den Herzog vom 26.02.1729 betreffs Leggeld beim Scheibenschießen, Beilage Actum Farbmühl 26.02.1729, S. 1.
BergmannSpindler, N.N.
Einzelfund1756: der Pochsteiger Spindler bitte um eine Zulage.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, Beilage "Anfrags Puncten", S. 1.
Einzelfund11.03.1756: Wäre der Bochsteiger Spindler mit seinem Gesuch zur Gedult verwisen, biß sich etwa zeigen würde, ob es mit disem Bergwerck beßßer alß bißhero gehe und stärckere Erzförderung geschehen würde, da man nach sich ereignender Umstände ihne etwa zu consoliren gedächte.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 35, Verhandlungsprotokoll des Oberbergamtes 11.03.1756, S. 2.
BergmannStuft, Michel
EinzelfundVon Georgii 1764/65: Ehefrau des Bergmanns Michel Stuft in Freudenstadt, wegen außgestoßenen bösen Reden, 1 Weiber-Frevel = 1 Gulden.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 2.
EinzelfundVon Georgii 1774/75: Michel Stuft, Bergmann in Freudenstadt, wegen außgestoßenen […] über allhiesigen Untergang, 2 kleine Frevel = 6 Gulden 30 Kreuzer.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus vom 30.08.1776 über die denen Bergleuten in Freudenstadt von Zeit zu Zeit oberamtlich angesetzten und verrechneten Strafen, S. 3.
BergmannTrautwein, Johann Ulrich
Einzelfund15.02.1737: Extractus Protocolli fürstliches Oberbergamts vom 6. huius [Februar]. Auf des Schichtmeisters auf der Friedens Glück und Elisabetha Zeche ohnfern Schiltach nahmens Johann Ulrich Trautwein unterthängst bittende Befreyhung von der Auswahl mit dem freunchschaftlichen Ersuchen, die Sache dahin einzuleiten, daß vermög der in medio seyenden und von Sermo Regnante [Serenissimo Regnante = herrschende Durchlaucht?] gnädigst confirmirten Berg-Privilegien und Freyheiten der unterthägste Supplicant frey gelaßen werden möchte.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Extractus Protocolli bey dem fürstlichen Generalkriegs-Directorio vom 15.02.1737, S. 1.
BergmannWälde (Wälden), Christian
EinzelfundFreudenstadt, 21.03.1758: Christian Wälde, verpflichteter Factorie- und Bergamts-Maurer allda bittet unterthänigst, seinen jüngeren Sohn Jacob von der Auswahl gnädigst zu befreyen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben von Christian Wälde(n) an den Herzog vom 21.03.1758. (In der Zusammenfassung des Briefs steht "Wälde", er unterschreibt mit "Wälden".)
BergmannWeiß, Gottfried
Einzelfund02.12.1729 (ohne Ortsangabe): In angebogener [!] unterthänigster Suppliqar [?] bekennet der Bergknapp Gottfried Weiß, daß er seiner nunmehro geheuratheten Frau zu Fruhe und vor der gewohnlichen Copulation beygeschlaffen habe und bittet unterthänigst, weil er ein armer Mann, der nichts in der Welt habe, als was er wochentlich in der Grube verdient, seine Frau auch ihr ganzes Vermögen an ein Kleidlein verwendet, ihn der ordinari [= ordnungsgemäße] Straff gnädigst zu erlaßen. Der Bergmeister berichtet unterthänigst, das bey [Papierverlust] bezeuget beyderseithiges Armuth stehet also zu eurer [!] hochfürstlichen Durchlaucht hohen Ganden, ob, und was ihnen an der ordinari Geldstraff zu erlaßen, oder ob sie anstadt der mit einer Thurmstraff zu belegen seyen.
QuelleHStAS, A 58 a, Bü. 39, Schreiben des Bergmeisters vom 02.12.1729 an den Herzog btr. der Strafe wegen frühen Beischlafs des Bergknappen Gottfried Weiß.
BergmannWeißer, Johann Christoph
Einzelfund27.10.1787: Instructionen vor den Farbmeister Johann Christoph Weißer in Albersbach [Alpirsbach]
QuelleStAC, Karton 350, Ins[t]ructionen vor den Farbmeister Weißer vom 27.10.1787.
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Eheregister von St. Georgen: Eheschließungen von evangelischen Arbeitern in Hammereisenbach

Im fürstenbergischen Hammereisenbach (heute Teil von Vöhrenbach im Schwarzwald-Baar-Kreis) wurde seit dem 16. Jahrhundert ein Hammerwerk (Hammerschmiede) betrieben. Dort arbeiteten auch Fachleute aus Sachsen. Da diese evangelisch waren, der Ort wie das gesamte Fürstentum Fürstenberg aber katholisch, mussten sie für eine evangelische Eheschließung einen evangelischen Ort aufsuchen. In den Eheregistern des etwa 19 km entfernen Pfarramts im württembergischen St. Georgen im Schwarzwald (Schwarzwald-Baar-Kreis) sind einige Eheeinträge von Arbeitern "auf dem Hammer im Eisenbach" zu finden.
Korrekturen und Ergänzungen können gerne an uweheizmann[ädt]gmx.de mitgeteilt werden.

Eheschließung11.08.1715 evangelisch in St. Georgen im Schwarzwald
BräutigamGottfried Buttner, aus Sachsen (genauer Ort schwer zu lesen), Förderheißgleicher (Arbeiter, der die Blechstücke unter den Hammer streckt oder glüht) auf dem Hammer in Eisenbach
BrautSusanna Kostbacher
Vater der BrautN.N. Kostbacher, verstorbener Förderheißgleicher in Blauenthal (Eibenstock, Erzgebirgskreis) in Sachsen
QuelleKirchenbücher (KB) St. Georgen, Mischbuch (M) 1704-1776, Eheregister (E) 1704-1776, S. 26
Permalinkhttp://www.archion.de/p/4d97fb74d6/
Eheschließung18.04.1718 evangelisch in St. Georgen im Schwarzwald
BräutigamGeorg Henderich, aus Sal... in Sachsen, Kupferschmelzer in Eisenbach
BrautMaria Elisabetha Weiß
Vater der BrautGeorg Christoph Weiß, Blechzinnmeister auf dem Hammer in Eisenbach
QuelleKB St. Georgen, M 1704-1776, E 1704-1776, S. 31
Permalinkhttp://www.archion.de/p/e082718faa/
Eheschließung25.08.1715 evangelisch in St. Georgen im Schwarzwald
BräutigamCarolus Renner, fürstenbergischer Buchhalter und Schichtmeister auf dem Hammer in Eisenbach, Witwer
BrautMaria Barbara Binder
Vater der BrautJohann Georg Binder, Stadtgerichtsadvocat und Handelsmann in Balingen (Zollernalbkreis)
QuelleKB St. Georgen, M 1704-1776, E 1704-1776, S. 26
Permalinkhttp://www.archion.de/p/4d97fb74d6/
Eheschließung12.01.1716 evangelisch in St. Georgen im Schwarzwald
BräutigamJohann Gottlieb Wolff, aus Sachsen, Bergschmied
BrautChristina Groß
Vater des BräutigamsGeorg Christoph Wolff, Hufschmiedmeister in Sachsen
Vater der BrautDavid Groß, auf dem Hammer im Eisenbach (Beruf schlecht zu lesen)
QuelleKB St. Georgen, M 1704-1776, E 1704-1776, S. 27
Permalinkhttp://www.archion.de/p/4d97fb74d6/
Eheschließung25.08.1715 evangelisch in St. Georgen im Schwarzwald
BräutigamAbraham Wuttig, Blechschmied auf dem Hammer im Eisenbach
BrautAnna Dorothea Georgius
Vater des BräutigamsJohann Wuttig, verstorbener Blechschmied in Johanngeorgenstadt (Erzgebirgskreis) in Sachsen
Vater der BrautHans Jerg Georgius, Hammerschmied in Jöhstadt (Erzgebirgskreis) in Sachsen
QuelleKB St. Georgen, M 1704-1776, E 1704-1776, S. 26
Permalinkhttp://www.archion.de/p/4d97fb74d6/
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In den Bergrechnungen der Grube St. Rosina in Bd. 15198 und 15199 ist als Ort fünf Mal Sulzbächle unterhalb Schiltach, zwei Mal Sulzbächle und nur einmal Stammelbach hinter Schiltach angegeben. Der Grund hierfür ist unklar. Im Rechnungsbuch A 19 a, Bd. 1238 im Hauptstaatsarchiv (Findbuch) auf Bl. 2v ist angegeben: Rosina, uf Höffen im Schiltachter Lehen Gericht. In Bliedtner, Michael; Martin, Manfred: Erz- und Minerallagerstätten des Mittleren Schwarzwaldes. Eine bergbaugeschichtliche und lagerstättenkundliche Darstellung. Freiburg 1986, S. 644 ist die Grube Rosina im Stammelbach verortet.